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transmediale 2018 präsentiert die Weltpremiere von James Ferraros audiovisueller Performance.
Stefan Heidenreichs kürzlich im Merve Verlag erschienenes Buch trägt den Titel Money. Es stellt nicht direkt eine Polemik gegen Geld dar, sondern vielmehr eine Spekulation darüber, dass wir Geld vielleicht gar nicht mehr benötigen. Obwohl die Idee, dass Währungen bald obsolet sein könnten, für viele neu sein mag, schreibt Heidenreich, dass wir uns wahrscheinlich bereits in der ersten Phase eines Medienwechsels befinden, der zu diesem Punkt führt. Dank der komplexen Informationsinfrastrukturen, die für die Dokumentierung von Transaktionen entwickelt wurden, um Konsumentenverhalten mit Identitäten zu verknüpfen und zukünftige Tauschhandel vorauszusagen, ist die Basis für eine neue Art der Wirtschaft bereits geschaffen. Heidenreich erkundet mögliche Funktionsweisen dieses Systems, teilweise basierend auf ausgeklügelten „matching“ Formeln, die in ein Zeitalter führen, das fairer und gleichberechtigter sein könnte – jedoch auch in völlig neuem Maße ein Potenzial für Monopolisierung und Kooption birgt.
In den 1990er Jahren ersannen Cyberfeminist_innen einen neuen Feminismus für das 21. Jahrhundert. Inspiriert von den noch unerforschten Möglichkeiten digitaler Netzwerktechnologien verbreitete sich Enthusiasmus zusammen mit der Idee, dieses neue imaginäre Gebiet aus Einsen und Nullen könne Diskriminierung auf körperlicher und materieller Ebene obsolet machen und somit neue Formen des Widerstands bieten. Anstatt weißen, männlichen Kapitalismus zu verkörpern, wurde Technologie als Verbündete der Emanzipation neu aufgesetzt.
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Wenn das Konzept der affektiven Infrastrukturen nicht auf physisch greifbare Systeme verweist, sondern auf unstrukturierte, körperlich spürbare Elemente, wie können wir solche Infrastrukturen dann verstehen, untersuchen und uns möglicherweise sogar zu eigen machen? Maya Indira Ganesh denkt über ihre Arbeit und Erfahrungen im Study Circle Affective Infrastructures der transmediale 2019 nach. Sie beschreibt, wie wichtig es ist, kollektiv die Fäden aufzunehmen, sie zu verweben und ihre verbindende – wenn auch möglicherweise flüchtige – Kraft anzuerkennen. Während sie an einige der behandelten Themen erinnert, sie verflicht und erörtert, lädt Ganesh uns dazu ein, die Fallstricke neoliberal vermarkteter „Achtsamkeit“ und die Gewalt der atmosphärischen Kontrolle zu überdenken. Zugleich unterstreicht sie das Potenzial neuer Formen der Zusammenkunft, die ein starres Verständnis von Zugehörigkeit überwinden.