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Biometrische Technologien sind auf dem Vormarsch. Ihre Anwendung ist breit gefächert: Gesichtsscans anstelle von Passwörtern, Iriserkennung anstelle von Geldkarten, Fingerabdrücke anstelle von Pässen. Wert wird zunehmend an Gesichter geknüpft – und Gesichter steigen im Wert. Boaz Levin und Vera Tollmann, Theoretiker_innen und Mitgründer_innen des Research Center for Proxy Politics, erkunden den „symbolischen Wert“ von Identität. Jener folgt aus Soft- und Hardware, in der die eigene „digitale Identität und der physische Körper [...] eng miteinander verschränkt“ werden und eine virtuelle Vertretungsinstanz [proxy] ins politische Feld eintritt. Kann die Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen Selbst und Vertretungsinstanz durch Formen der Verschleierung verzerrt werden? Was geschieht, wenn das Gesicht auf dem Bildschirm zurückschaut?
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Lauren Goshinski (VIA / Hot Mass)
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Der Titel der 2016 transmediale Marshall McLuhan Lecture von Sara Diamond lautete “Anxious to Sea Change”. Damit nahm die Künstlerin Bezug auf ihre persönliche Geschichte im Aktivismus, die gleichzeitig auf die ökologische Krise anspielt und verglich politische Problemlösungsversuche mit dem Navigieren auf hoher See. Ihr Gesprächspartner Jamie Allen filterte die persönlichen und historischen Konnotationen des Talks heraus und verwies auf die metaphorische Landkarte zur Navigation eines Lebens von Haltung und Verantwortung, welche Diamond im Rahmen dieser Lecture präsentierte.